Helga Maria Wolf

 

1951 Geboren in Wien, Eltern: Prof. Ing. Alfred und Hilde Wolf
1965-1980 Mitarbeit in der Buchdruckerei des Vaters
1967 Kaufmannsgehilfen-Prüfung
1969 Fachkurs "Layouter"
1975 Reifeprüfung für Externisten (HAK)
1980 Dr. phil. (Europäische Ethnologie, Kunstgeschichte)
1980-1984 Redaktionsmitglied "Die Presse"
1984-1987 Freiberufliche journalistische Tätigkeit
1986 Zertifikat "Erwachsenenbildner"
1987 Abschluss Fernkurs für Theologie
1987-2004 ORF-Journalistin (Leiterin Redaktion Großstadtleben und Ressort Religion, Studio Wien, dann bei Studio NÖ)
1996 Konz. Lebens- und Sozialberater
1997 Diplom Wirtschaftcoach, Wiener Trainer Akademie
2002-2005 KULTURaum
2006-2014 KulturQuartier

2008 Berufstitel Professor

seit 2009 Herausgeberin Austria-Forum, das digitale Wissensnetz - http://austria-forum.org/ (Eigene Wissenssammlungen: ABC zur Volkskunde Österreichs, Bücher über Österreich, Museen/aktuelle Ausstellungen, Sakralbauten. Mitarbeit bei: Biographien, Denkmale, Erfinder, Schicksalsorte, Heimatlexikon, AEIOU)

2013 Kulturpreis des Landes Niederösterreich  (Würdigungspreis Volkskultur und Kulturinitiativen)

 

Zahlreiche Sendungen und Sendereihen im ORF Radio und Fernsehen (Wiener Volkskunde, Unsere Stadt, Ö-Bild am Sonntag, Ins Land einischaun, BrauchBares...), Leiterin Erwachsenenbildung in der Pfarre Lichtental Wien 9 (Oral History-Projekt "Ja-Club" in Zusammenarbeit mit der Universität Wien, Jahreszeit-Meditation - Rituale im Festkreis), Gestaltung bzw. Mitarbeit bei Ausstellungen (Bezirksmuseum Alsergrund, ORF: 80 Jahre Radio in Wiener und Niederösterreichischen Museen, Schallaburg, NÖ Museum für Volkskultur ("Mythos Wasser"). Vorträge im Rahmen der Erwachsenenbildung (VHS, Pfarren, KULTURaum) und Referate bei Symposien und Tagungen (Pädagogische Akademien, Liturgisches Institut, Volkskundetagungen, Netzwerk Volkskunde Würzburg, Psychotherapeutenkongress Wien, Volkskultur Niederösterreich, Wifi Wien, Landwirtschaftskammer NÖ, Bayrische Akademie der Wissenschaften, Landesverband Rheinland, Bonn, Deutscher Orden, Wien, bfi Wien, WIFI St. Pölten...)

 

 

Publikationen (Auswahl)


1982 "Alsergrund-Album" gem. mit Alfred Wolf, Selbstverlag
1986 "Selbstportrait - Josef Jungwirth" (Hg.), Verlag Böhlau
1991 "Damals am Alsergrund", Verlag Jugend & Volk
1992 "Das BrauchBuch", Verlag Herder
1994 "Unsere Stadt", Verlag Pichler
1995 "Merkwürdiges aus dem alten Wien", Verlag Pichler
1996 "Geheimnisvolles aus Wien", Edition Wien
1998 "Menschen und Melodien im alten Österreich", gem. mit Walter Deutsch, Verlag Pichler
2000 "Das neue BrauchBuch", Öst. Kunst- und Kulturverlag
2003 "Österreichische Feste & Bräuche", NP-Verlag
2004 "Auf Ätherwellen" (Hg.) Verlag Böhlau
2004 "Wien-Währing", Sutton-Verlag
2004 CD mit Eberhard Kummer "Lieder zur Leier - Wissenswertes von Weihnachten"
2005 "Klosterneuburg in historischen Fotos", Sutton-Verlag
2005 "Weihnachten, Kultur und Geschichte", Verlag Böhlau

2006 "Die Märkte Alt-Wiens", Amalthea-Verlag

2007 "Spurensuche Wien", Sutton-Verlag

2008 Drehbuch: "Körndlbauern & Zegerltrager"

2008 "Alltag Brauch Cultur" ABC zur Volkskunde Österreichs, Austria Forum

2009 "Mythos Wasser" (Begleitpublikation zur Ausstellung), NÖ Landesregierung

2010 "Alle heiligen Zeiten", Volkskultur NÖ

2010 Mitarbeit bei Alfred Wolf: "9 Wege im 9." (http://www.austria-lexikon.at/af/Wissenssammlungen/Alsergrund)

2011 "Weinhaus-Chronik", Bezirksmuseum Währing

2014 "Wiens beste Feste. Von Bräuchen und Events", Sutton-Verlag

2014  "Sehnsucht nach dem alten Wien", Styria-Verlag

2015 "Zwischen Pracht und Protest. 750 Jahre Fronleichnam", Edition "Der Apfel"

2015 "Verschwundene Bräuche", Brandstätter Verlag

2016 Drehbuch "Reifen treiben - Küche reiben". Kinderleben auf dem Land

 

Aufsätze in:

"Niederösterreich und seine Kulturen" Hg. Manfred Wagner: "Volkskunde in Niederösterreich"(2006)
"Kulturen des Benehmens" Hg. Karl R. Wernhart und Helmut Wagner: "Benehmen und Brauch - Beispiele aus der Stadt" (2008)
"Das Waldviertel" Hg. Volkskultur NÖ: "Braten, Bier und Blasmusik" (2009)
"Kirche und Eisenbahn" Hg. Christoph Schönborn und Gerhard H. Gürtlich:"Johannes Nepomuk - der Fünf-Sterne-Heilige" und "St. Expeditus - Der eilige Heilige" (2012 und 2016)
"Heiliger Martin" Hg. Norbert Frank, Karl Kaus u.a. (2014)

Ständige Mitarbeit bei

"Schaufenster Kultur.Region.Niederösterreich"

"Granatapfel".

 

 

 

 

NEUE BÜCHER

VON HELGA MARIA WOLF

Hundert Geschichten aus dem alten Wien. Kisch & Co revisited

 

Verlag Der Apfel Wien ca. 126 S., ill.

 

Wien, das alte wie das neue, ist voller Mythen. Jeder Stein des alten Wien erzählt Geschichten, lustige und traurige, vom Alltag und von Sensationen, von Menschen und Tieren, von der Arbeit und den Festen, von der Natur und der Religion. Als das "alte Wien" galt bis vor eineinhalb Jahrhunderten der von Festigungsanlagen umschlossene Stadtteil. Der 1850 geschaffene 1. Wiener Gemeindebezirk erreichte mit der Anlage der Ringstraße seine heutige Größe von rund 3 km². Hier war und ist der Schauplatz der unbekannten und bekannten Geschichten, die dieses Buch erzählt. Der Schwerpunkt liegt auf der Barock- und Biedermeierzeit, fallweise geht der Blick in die Geschichte weiter zurück. Besonders bekannt ist der "Lobspruch der Stadt Wien in Österreich", den der Schotten-Schulmeister Wolfgang Schmeltzl 1548 reimte. Die wichtigste Quelle ist der 1883 erschienene erste der drei Bände von Wilhelm Kisch (1827-1893) "Die alten Strassen und Plätze Wien's". Weitere Texte stammen u. a. von Topographen wie Gerhard Robert Walter von Coeckelberghe-Dützele (1796-1857), dessen "Curiositäten- und Memorabilien-Lexicon von Wien" 1846 in zwei Bänden erschien, Franz Gräffer, Moritz Bermann, Karl Eduard Schimmer, Emil Karl Blümml und Gustav Gugitz. Auch zu ihrer Zeit prominente Reiseschriftsteller kommen zu Wort. Das vorliegende Buch zitiert, ergänzt und aktualisiert die historischen Texte. So mancher Irrtum wird aufgeklärt und die Brücke zur Gegenwart geschlagen.

 

VERSCHWUNDENE BRÄUCHE

Das Buch der untergegangenen Rituale. Mit Beiträgen von Sepp Forcher. Verlag Brandstätter Wien. 232 S. ill., € 34,90

Viele Bräuche, die fixer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens waren und wichtige soziale Funktionen hatten, sind kaum mehr bekannt. Dennoch berühren die Bräuche früherer Generationen auch heutige Menschen. Sie erscheinen wie Überbleibsel einer archaischen Welt. Trotzdem ist es lohnend, sich damit auseinanderzusetzen. Von Adam und Eva bis zum Zylinderhut reichen die hier vorgestellten rund 300 "verschwundenen Bräuche". Selbstverständlich kann in einem Buch wie diesem nicht "alles" vorgestellt werden. Weder sollte das Kuriose überwiegen, noch das Kirchliche, der Gegenwartsbezug durfte nicht fehlen. Städtisches und Ländliches sollte ausgewogen sein, verschiedene Regionen berücksichtigt werden…

 

Aus dem Vorwort von Dorothea Draxler und Edgar Niemeczek - Volkskultur Niederösterreich:

"Klar in der Aussage, nachvollziehbar und nicht zuletzt auch wohltuend ist die mit diesern Buch vorgelegte Beschreibung, Darstellung und Deutung von Bräuchen durch die Autorin Helga Maria Wolf: Umfassend, kompetent und sachkundig wird der Blick auf die verschiedensten Phänomene sowie deren historische, soziale, kulturelle und religiöse Kontexte gelenkt - mögen solche Bräuche auch gänzlich verschwunden sein oder in neuen Zusammenhängen wiederentdeckt werden. ... Alles in allem präsentiert sich das vorliegende Buch als geradezu unverzichtbare Quelle für eine qualitätsbewusste Kulturarbeit. ...  Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir viel Freude bei der Lektüre, die uns mit viel Wissenswertem über Bräuche und Rituale beschenkt."

 

ZWISCHEN PRACHT UND PROTEST

 

750 Jahre Fronleichnam. Verlag Der Apfel Wien 2015. 126 S., ill., 23 €

 

Seit mehr als 750 Jahren (1264) feiern Katholiken Fronleichnam, das erste Ideenfest der Kirchengeschichte. Es hat keine biblische Grundlage, sondern geht auf Visionen der Augustinernonne Juliana von Lüttich zurück. Die Einführung des Fronleichnamsfestes für die Universalkirche fällt in die Wendezeit vom Hoch- zum Spätmittelalter. Damals zelebrierten die Priester Privatmessen. Für die Laien blieb der Gottesdienst mit seinen lateinischen Gesängen eine geheimnisvolle Zeremonie, umso wichtiger wurde die Schaufrömmigkeit.
 

Im konfessionellen Zeitalter war der populäre „Prangtag“ umstritten. Während viele Katholiken Fronleichnam als höchsten Feiertag ansahen, nannte ihn der Reformator Martin Luther das „allerschändlichste Fest“. Er warnte die evangelischen Christen: „Hütet euch vor solchem Gottesdienst!“, die Gegenreformation hingegen nützte die Fronleichnamsprozession als Propagandamittel.
 

Dieses Buch schildert die Geschichte des Festes zwischen Pracht und Protest, von der Entstehung bis in die Gegenwart. Aus dem Inhalt: ZeitGeist, Menschen-Bilder, Brauch-Elemente, Superstition … Wertvolle Ergänzungen bilden Originaltexte von Univ. Prof. Dr. Jürgen Bärsch, Univ. Prof. Dr. Rudolf Pacik, DDr. Werner Reiss und Univ. Prof. Dr. Susana Zapke zu Spezialthemen. Es enthält viele historische Fotografien, von 1904, aus den 1930er Jahren und vom aktuellen Wiener "Stadtumgang".